Emil-Barth-Realschule ist Geschichte – Haaner Treff

Emil-Barth-Realschule ist Geschichte

Mit dem Ende des aktuellen Schuljahres endet auch die Ära der Realschule in Haan für immer.

Haan – Ein denkwürdiger Tag wurde am Freitag, 17. Juni, in der noch bestehenden Emil-Barth-Realschule begangen: Es war der letzte Tag der Schule und auch der letzte Arbeitstag für die Leiterin Martina Wirtz, die an diesem Tag in den Ruhestand entlassen wurde.
Entsprechend feierlich war die Stimmung in der Aula des Schulzentrums an der Walder Straße. Neben vielen ehemaligen und aktuellen Schülern waren als Gäste auch zwei ehemalige Schülerinnen des Abschlussjahrgangs 1957 – eine von ihnen sogar extra angereist aus San Francisco – sowie Bürgermeisterin Bettina Warnecke und die zuständige Schuldezernentin der Bezirksregierung Claudia Nübel zugegen. Nübel war selber über lange Jahre Lehrerin, Konrektorin und Leiterin der Haaner Realschule. Auch als Dezernentin fiel die „EBR“ in ihren Zuständigkeitsbereich.
„Der Blick geht dankbar zurück“, sagte Nübel und betonte das stets hohe Niveau und die solide Wertevermittlung an der Realschule in Haan, die es den Schülern ermöglicht habe, ihr Leben erfolgreich zu gestalten.
Mit Blick auf die in den Ruhestand gehende Martina Wirtz dankte sie nicht nur 24 Jahre an der Realschule – davon 16 Jahre als Konrektorin und vier Jahre als Leiterin – sondern vor allem auch dafür, dass sie den Schulbetrieb mit nach einem Ratsbeschluss, die Realschule zugunsten einer Gesamtschule auslaufen zu lassen, mit einer seit 2017 immer weniger werdenden Schülerzahl trotzdem einen normalen Schulbetrieb habe aufrechterhalten können.
„Eine Ära geht zu Ende“, betonte Bürgermeisterin Bettina Warnecke. Noch wenige Tage zuvor hatte sie an der letzten Veranstaltung in der Hauptschule „Zum Diek“ teilgenommen, auch sie wurde im Rahmen des genannten Ratsbeschlusses für immer geschlossen. „Mit der Schulzeit verbinden sich immer viele Erinnerungen“, sagte Warnecke, merkte aber auch an, dass sich mit dem neuen Schuljahr nicht alles ändern werde. „Das Gebäude bleibt und das Kollegium auch“. Trotz teils emotional geführter Diskussionen im Rat habe sich vor sechs Jahren niemand die Entscheidung leicht gemacht, eine Elternbefragung habe dazu geführt, dass in Haan eine Gesamtschule etabliert werden sollte.
Martina Wirtz selbst erinnerte mit Fotos, Emil Barth-Zitaten und Anekdoten an die 112-jährige Geschichte der Realschule, ihre Anfänge als private Rectoratsschule und ihren Werdegang zur späteren Realschule. Emil Barth, der berühmte Haaner Schriftstellen, war selber ein Schüler der ersten Stunde und eben später Namensgeber. agr