Kampheider Straße ist auf Prüfstand – Haaner Treff

Kampheider Straße ist auf Prüfstand

Die Verwaltung klärt, ob eine Verschärfung der Maßnahmen zur Temporeduzierung rechtlich zulässig ist.

Von Knut Reiffert
Haan – Für viele Solinger ist die Kampheider Straße nach wie vor die erste Wahl, wenn sie morgens mit dem Auto zur A 46-Anschlussstelle Haan-Ost wollen – und abends wieder zurück. Daran hat sich auch durch Tempo 30 und Fahrbahnerhöhungen im nördlichen Bereich der Kampheider Straße nichts geändert.
Dementsprechend genervt sind die Anwohnerinnen und Anwohner der Kampheider und auch der Kamper Straße. Sie berichten sogar darüber, dass der Umbau des Einmündungsbereichs der beiden Straßen sogar noch zu einer Erhöhung des Verkehrsaufkommens geführt habe.
Ihr Bürgerantrag zum Einbau weiterer verkehrsberuhigender Maßnahmen – Einbau weitere Fahrbahnerhöhungen, Umbau der Einmündung der Kampheider Straße auf die Landstraße sowie Änderung der Beschilderung von und nach Solingen – stand in der vergangenen Woche auf der Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt- und Mobilität (UMA) und hätte laut Beschlussvorlage der Stadtverwaltung eigentlich abgelehnt werden sollen. Doch dazu ist es nicht gekommen. „Der Top Kampheider Straße wurde in den nächsten UMA verschoben“, berichtet Stadtsprecherin Sonja Kunders auf Nachfrage des Haaner Treffs. Es müsse im Vorfeld geklärt werden, ob die auch von der Politik gewünschten Maßnahmen zur Verkehrs- und Geschwindigkeitsdämpfung rechtlich zulässig seien. Das soll bis zur nächsten Sitzung am Dienstag, 13. September, erfolgt sein.
Gefordert wird unter anderem der Einbau weiterer Schwellen oder Kissen im südlichen Bereich der Kampheider Straße, also zu Beginn des Haaner Stadtgebiets. Dadurch, so die Argumentation, würde der Verkehr von und in die Klingenstadt auf die nahezu parallel verlaufende Eipaßstraße auf Solinger Stadtgebiet verlagert. Das hält die Stadtverwaltung für unwahrscheinlich, weil die Strecke über die Kampheider Straße zur A 46 zwar 600 Meter länger ist, aber höchstens über zwei Ampeln führt. Wer die Eipaßstraße wählt, muss nach Inbetriebnahme des Daimler Truckcenters derer vier oder fünf passieren. In Anbetracht dessen, so die Stadtverwaltung, blieben weitere Schwellen wirkungslos.
Ein Umbau der Einmündung der Kampheider auf die Landstraße, mit dem das Abbiegen zur A 46 erschwert werden soll, ist nach Meinung der Stadtverwaltung rechtlich unzulässig und würde sogar zu Lasten der Anwohnener der angrenzenden Wohngebiete gehen. Begründung: Längere Wartezeiten im Einmündungsbereich hätten erhöhte Lärm- und Schadstoffemissionen zur Folge.