CDU Haan startet Umweltkampagne – Haaner Treff

CDU Haan startet Umweltkampagne

„Wir haben es satt“ lautet der Slogan einer Kampagne gegen Verpackungsmüll auf der Landstraße.

Haan – Nach einem Wochenende sei es besonders schlimm. Dann liegen noch mehr Burger- und Sandwichverpackungen, Pappbecher und sonstiger Unrat im Bereich der Landstraße in Oberhaan herum als sonst üblich. Das sagen die Kommunalpolitiker der CDU. Das „Vermüllungsgebiet“ betreffe aber nicht nur den Bereich der Fast-Food-Restaurants in der Nähe der Auffahrt zur Autobahn, sondern reiche herunter bis zu den Discountern.
„Die Leute schaffen es, ihren Abfall zwei Meter neben einem Mülleimer in die Landschaft oder auf die Straße zu werfen“, ärgert sich Tobias Kaimer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU. Das Problem müsse dringend behoben werden, und zwar nach dem Verursacherprinzip, also beim Verbraucher und bei den Anbietern. An einer Verpackungssteuer arbeitet die Verwaltung gerade, die CDU will, dass darüber hinaus ein Bußgeldkatalog für Umweltsünder in Haan geschaffen wird, der über das Wegwerfen von Zigarettenstummeln und das Hinterlassen von Hundekot nun auch das Wegwerfen von Müll als Ordnungsgeld verursachende Ordnungswidrigkeit aufnimmt.
Das müsse aber auch kontrolliert werden. Darum hatte die CDU im Rahmen der Haushaltsberatungen mehr Personal für das Ordnungsamt gefordert, das sich nahezu ausschließlich dem Müllproblem widmet. „Damit sind wir leider nicht durchgekommen“, bedauert Kaimer.
„Wir haben es satt – Haltet Haan-Ost sauber“ lautet das Motto einer Aktion, die die CDU nun ins Leben gerufen hat. Mehrere Tausend Flyer wurden gedruckt, die von den Mitarbeitern der Fast-Food-Restaurants mit in die Burgertüten gepackt werden sollen. Zudem wurden auffällige Banner mit dem Slogan im Bereich der Betriebe platziert. „Wir wollen die Menschen für das Thema noch mehr sensibilisieren, denn wahrscheinlich reicht es nicht aus, dass weitere Mülleimer entlang der Parkbuchten an der Landstraße platziert werden, wie wir es in einem Schreiben an die Bürgermeisterin gefordert haben“, erklärt Annette Braun-Kohl die Aktion.
Die Betreiber müssten mit in die Pflicht genommen werden. Deren Mitarbeiter sammeln zwar regelmäßig Müll auf, aber das sei nur Kosmetik und nicht die Lösung des Problems. Die Mitarbeiter wurden von der CDU mit Westen ausgestattet, die den Slogan auf dem Rücken tragen und die während der Aufräumarbeiten getragen werden sollen, damit den Menschen klar wird, was die Leute da eigentlich tun, die durch das Gebüsch oder zwischen den parkenden Autos kriechen. „Und wir haben die Betreiber darauf aufmerksam gemacht, dass in Haan eine Verpackungssteuer drohen könnte“, sagt Braun-Kohl. Die würde dann aber sicher auf die Kunden umgelegt werden. agr