Gesundheit steht vor allem, ob jetzt oder vor einem Jahr! – Haaner Treff
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Gesundheit steht vor allem, ob jetzt oder vor einem Jahr!

„Während die Menschen mit Ausgangssperren und sonstigen Einschränkungen klar kommen müssen, um uns alle vor der Verbreitung des Virus zu schützen, ist es unverständlich, dass Sitzungen politischer Gremien in Vollbesetzung stattfinden“.
Das meint zumindest der Arzt und CDU-Ratsmitglied Prof. Dr. Edwin Bölke.
Seit Beginn der Pandemie ist er im Rahmen seiner Tätigkeit am Uniklinikum Düsseldorf mit Möglichkeiten der Bekämpfung des Corona-Virus befasst, im ständigen Austausch mit anderen Universitäten.
Der Gesundheitsschutz steht an erster Stelle – das meint der Fraktionsvorsitzende der SPD Haan, Bernd Stracke und beweist, dass diese beiden Lager auch jenseits der Großen Koalition in Berlin Einigkeit demonstrieren können.
Ganz anderer Meinung ist Meike Lukat (WLH), die mit der Begründung, Sicherheit könne auch anders hergestellt werden und mit dem Hinweis auf das Recht der Wahrnehmung der Mandate auf volle Besetzung – nicht nur – im SPUBA pocht.
Aber rechtfertigt das Pochen auf dieser Meinung, dass CDU und SPD ein demokratisches Gremium geschlossen verlassen und es so handlungsunfähig setzen?
Andreas Rehm von der GAL meint nein, auch Minderheitenmeinungen müssen gehört und anerkannt werden.
Das sei manchmal schwer zu ertragen, aber so sei das nun mal in einer Demokratie.
Er sagt aber auch in Richtung WLH, dass dabei die Verhältnismäßigkeit eine Rolle spielen muss.
Dass CDU und SPD ihre Haltung demonstrieren würden, war im Vorfeld des SPUBA von allen Beteiligten zumindest ins Kalkül zu ziehen.
Und so hat die WLH ein Scheitern des Ausschusses zumindest billigend in Kauf genommen, als sie die Soll-Stärke im SPUBA kategorisch abgelehnt hat.
Und auch daran müssen wir uns erinnern: Vor ungefähr einem Jahr war es Meike Lukat, die mit Hinweis auf ihre Systemrelevanz als Polizeibeamtin auf größtmöglichen Gesundheitsschutz und Soll-Stärke in den politischen Gremien bestanden hat.
Dazwischen liegen nur ein paar Monate und eine Kommunalwahl, die die Mehrheitsverhältnisse geändert hat.