Bei ihnen dreht sich (fast) alles nur um Sport – Haaner Treff

Bei ihnen dreht sich (fast) alles nur um Sport

KSB ehrte langjährige
Absolventen des Sportabzeichens,
darunter auch drei Haaner.

Haan – Sie haben Ausdauer, Kraft, Koordination und Schnelligkeit bewiesen: Insgesamt haben bundesweit 214.878 Sportler 2019 die Prüfung zum Deutschen Sportabzeichens abgelegt. Davon brachte allein der Kreis Mettmann 6.763 Sportabzeichenabsolventen hervor.
Am Freitag, 25. September, hatte der Kreissportbund Mettmann (KSB) die „Wiederholungstäter“, die besonders häufig an den Prüfungen teilgenommen haben, zu einer feierlichen Ehrung eingeladen.
Unter den insgesamt 40 sportbegeisterten Kandidaten, die ihr Sportabzeichen 25 Mal, 30 Mal, 40 Mal, 45 Mal und sogar 60 Mal erreicht haben, holten sich auch drei Haaner Leistungsträger den Beifall im großen Sitzungssaal des Kreishauses Mettmann ab.
„Unser Kreis ist sportlich“, begrüßte Landrat Thomas Hendele die Ehrengäste. Insgesamt hätten im vergangenen Jahr 5.651 Jugendliche, 1.112 Erwachsene und 45 Familien im Kreis das Sportabzeichen erworben. Ehrfürchtig stehe er denjenigen gegenüber, die über Jahrzehnte ihre sportliche Leistung unter Beweis gestellt hätten, dies verdiene besondere Anerkennung.
Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kreissportbundes Mettmann, Karl-Heinz Bruser, und der Sportabzeichenbeauftragten des Kreissportbundes Mettmann, Ulrike Schmidt, übergab der Landrat die Urkunden und Sportabzeichen an die langjährigen Teilnehmer.
Das Deutsche Sportabzeichen ist auch heute noch ein „Evergreen“ und gleichermaßen beliebt bei Jung und Alt. Mit Disziplinen wie Laufen, Walken, Fahrrad fahren, Schwimmen, Weit- und Hochsprung, Seil springen, Geräteturnen und Schlagballweitwurf fordern die Menschen auf, ihre persönliche Leistungsfähigkeit herauszufinden und sie mit Gleichgesinnten unter Beweis zu stellen.
Dabei geht es den Sporttreibenden nicht nur um Gesundheit und Fitness, sondern auch um Spaß, Glücksgefühle und Erfolg.
Auf dauerhaft sportlichem Siegeskurs ist die Haanerin Ursula Russek, insgesamt nahm sie 45 Mal an den Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen teil. Aber auch Kurt Scharbatke und Sascha Heisterkamp, ebenfalls aus Haan, bewiesen ihre Affinität zum Sport mit einer Teilnahmehäufigkeit von je 25 Mal.
Die sportlichen Neigungen der drei Gartenstädter sind allerdings sehr unterschiedlich gelagert. Heisterkamp sieht seine Stärken ganz klar im Schwimmen. „Ich habe mit 18 Jahren zum ersten Mal das Sportabzeichen gemacht, seitdem bin ich kontinuierlich dabei“, erzählte der Schwimmsportbegeisterte, der selbst aktives Mitglied, Trainer und Schiedsrichter im TSV Gruiten ist.
Der laufbegeisterte Kurt Scharbatke, der zudem noch Hallenfußball und Tennis spielt, kam vor 50 Jahren im Rahmen des Wehrdienstes bei der Bundeswehr zur Teilnahme am Sportabzeichen. Danach habe er viele Jahre pausiert und sei erst wieder durch seine Frau dazu animiert worden.
Für Ursula Russek liegt der Anreiz darin, das Sportabzeichen so oft wie möglich hintereinander zu absolvieren. Eine spezielle Sportart bevorzuge sie nicht, ihr ginge es um das Glücksgefühl, es jedes Jahr wieder zu schaffen. Einmal habe sie erst am 31. Dezember die Prüfungen abgelegt.
Außerordentliches leisteten auch die Velberter Bodo Ahfeld (55 Mal) sowie Willi Bender und Willi Schlensog (60 Mal). syja