Werkzeughersteller kauft Baumarktareal – Haaner Treff

Werkzeughersteller kauft Baumarktareal

Die Solinger Firma NWS verlagert Unternehmensteile nach Haan an die
Böttinger Straße.

Haan – In seiner jüngsten Sitzung hat der wegen der Coronakrise mit Ratskompetenzen ausgestattete Haupt- und Finanzausschuss (HFA) die Ansiedlung des Solinger Werkzeugherstellers NWS am Standort des alten Hagebaumarktes an der Böttinger Straße beschlossen.
Die Suche nach einem großen Standort, an dem der NWS seine diversen Firmensitze zusammenfassen kann, wird das Unternehmen nach Auskunft des Geschäftsführers Thomas Küll aber weiter beschäftigen.
An der Böttinger Straße wird NWS Unternehmensteile ansiedeln, die mit Logistik befasst sind. Wie viele der 50 Mitarbeiter von der Solinger Röntgenstraße verlagert werden, steht laut Küll noch nicht fest.
NWS gilt als eine der international führenden Werkzeugmarken. Zum Portfolio gehören unter anderem Industrie-, Elektronik-, Automobil-, Bau- und Sanitärwerkzeuge. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen an den drei Standorten in Solingen und in Thüringen 130 Mitarbeiter. Die Zentrale befindet sich an der Röntgenstraße in Solingen-Wald.
Dort seien die Voraussetzungen für das wachsende Unternehmen nicht mehr optimal, berichtet Küll. Der Haaner Standort sei zum Beispiel besser erreichbar und biete kürzere Wege bei der internen Logistik. Für die Unternehmenszentrale sieht er die Voraussetzungen auf dem Haaner Grundstück „noch nicht gegeben“.
Auch die Planungen, welche Unternehmensbereiche genau von der Röntgenstraße nach Haan umziehen werden, seien noch nicht abgeschlossen. Fest stehe aber, dass die Firma die Voraussetzungen für ein weiteres „solides Wachstum“ schaffen wolle.
Unternehmensgründer Willibald Nöthen (91), sei zwar Haaner, erklärt Küll. Der Geschäftsführer versichert aber, dass NWS Solingen nicht verlassen wolle. „Solingen wird für uns immer ein Standbein bleiben“, blickt er in die Zukunft. Immerhin sei man in der Klingenstadt seit 46 Jahren vertreten.
Zudem hält er es für möglich, dass nicht nur Jobs von Solingen nach Haan wandern, sondern auch von den beiden Thüringer Standorten.
Für die langfristige Entwicklung des Unternehmens hat Thomas Küll noch kein finales Konzept. Hier spielt die Suche nach einem neuen Grundstück eine Rolle, das etwa 30.000 Quadratmeter groß sein soll. „Wir hatten Fürkeltrath I im Blick“, schildert Küll. In dem Gewerbegebiet in Gräfrath belegt mittlerweile aber die neu gegründete Firma Blechcon einen Großteil der Fläche. Eine weitere mittelfristige Möglichkeit sei das benachbarte Gebiet Fürkeltrath II. Dort besteht allerdings noch kein Baurecht. Andreas Tews