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24.08.2011

Stromsparen ist das große Thema der „No energy“-Stiftung


Clemens Hölter setzt sich seit Jahren dafür ein, dass elektronische Geräte gebaut werden, die weniger Energie verbrauchen. HT-Foto: Susanne Schaper
Haan (sus) – „Energiesparen“ ist seit Jahren das große Thema von Clemens Hölter, der mit der „No-Energy-Stiftung“ versteckten Stromfressern den Garaus machen will. Dafür hat die Stiftung, wie berichtet, auch den Energie-Preis der Stadt Haan erhalten.

Wer Clemens Hölter in seinem Zuhause besucht, dem kann es passieren, dass ihm der 50-jährige beim Eintreten ein Strommessgerät in die Hand drückt: „Ich koche uns jetzt mal einen Kaffee. Da kann man auf dem Gerät sofort erkennen, um wie viel Watt der Stromverbrauch ansteigt“. Energiesparen, Umweltschutz und Ressourcenschonung sind schon seit vielen Jahren ein Thema für Hölter, der mathematisch-technischer Assistent gelernt hat und heute hauptberuflich als Systemanalytiker arbeitet. Sein Engagement begann Anfang der 1990er Jahre mit einer Kooperation mit dem Umweltbundesamt und hat ihn bis heute nicht losgelassen, auch wenn sich die Schwerpunkte verschoben haben. „In den 1990er Jahren waren elektronische Publikationen noch völliges Neuland, heute findet man viele Informationen im Internet“, blickt Clemens Hölter zurück.
Ab dem Jahr 2000 legte Hölter sein Hauptaugenmerk auf das Thema Energiesparen. „Ich habe erkannt, Energie ist ein Megathema, dem wir uns widmen müssen und die Aktion ‘No energy’ ins Leben gerufen. Alternative Energieformen sind zwar gut, aber am besten ist es, gar keine oder so wenig wie möglich Energie zu verbrauchen“, erzählt der Mann, der in den Medien auch schon mal „Mister No Energy“ genannt wird. Eine der Aktionen, die damals entstand, heißt „Schein aus“ – „Manche Geräte verbrauchen auch dann noch Strom, wenn das rote An-Lämpchen aus ist“, hat Clemens Hölter nachgemessen und ruft dazu auf, das selbst im eigenen Haushalt zu überprüfen. „Allerdings gibt es sehr viele schlechte Messgeräte“, warnt Clemens Hölter. Das hat ihn veranlasst, mit Fachmagazinen zusammen zu arbeiten, die nicht nur Messgeräte testen, sondern auch gleich die elektronischen Geräte selbst. Sichtbarer Erfolg sind die Stromsparer-Plaketten, an denen Hölter mitgearbeitet hat.
Aus der Aktion „No Energy“ ist im vergangenen Jahr eine Stiftung geworden, die dem Energiesparen ein öffentliches Forum geben soll. Durch die Rechtsform als Stiftung sind steuerliche Vergünstigungen möglich und eine intensivere Zusammenarbeit mit Unternehmen und Privatpersonen, die sich für das Energiesparen einsetzen wollen.
Momentan liegt das Hauptaugenmerk der Stiftung auf Aufklärungsarbeit, die mit den Zinsen, die das Stiftungskapital erwirtschaftet, finanziert werden. Infokarten gehören dazu, aber auch der Aufkleber mit dem Aufdruck „Atomstromfrei“, mit dem bestätigt wird, dass der Strom, den eine Privatperson oder ein Unternehmen bezieht, nicht aus Atom-, Kohle- oder Ölkraftwerken stammt.
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