Haaner Treff - Haaner Treff
11.10.2017

Gesamtschule präsentiert Arbeiten von 130 Schülern


Schulleiterin Barbara van der Wielen dirigiertedie musikalische Inszenierung der Eröffnungsfeier. HT-Foto: Sylke Jacobs
Die ersten Wochen an der neuen Schule standen unter dem Motto „Ich und Du = Wir“.

Haan - Dass eins und eins gleich zwei ist, weiß jeder. Doch was kommt heraus, wenn „ich“ auf „du“ trifft? Dann entsteht „wir“. Nach diesem Prinzip hat die Städtische Gesamtschule Haan ihr fächerübergreifendes Projekt unter das Motto „Du und Ich = Wir“ gestellt und das Ergebnis der Arbeit am vergangenen Samstag den Eltern der Schüler vorgestellt.
Mit einem musikalischen Unterhaltungsprogramm, begrüßten die Schüler ihre Gäste. Unter der Leitung von Schulleiterin Barbara van der Wielen hatten die Kinder Lieder einstudiert, die von Freundschaft, Mut und Fantasie erzählten. Aber sie riefen auch „Komm heraus aus Deinem Schneckenhaus, mit weitem Herzen und offenen Augen!“ Charmant verstanden es die Mädchen und Jungen, ihre Zuhörer mit einzubeziehen. Bim-bam ging der Takt, und alle Eltern, Geschwister, Omas und Opa s, waren eingeladen mitzu klatschen.
„Wir haben das Thema Ich und Du gleich Wir in jedem Unterrichtsfach bearbeitet. Es war uns wichtig, den neuen Schülern eine Hilfestellung zu geben, sich in der unbekannten Gemeinschaft zurechtzufinden, und um die Dynamik der fremden Gruppensituation besser erfassen zu können“, erläuterte Schuldirektorin van der Wielen.
Unterstützend engagierte die Schulleitung für den Unterrichtsbereich „Kunst“ den Künstler Osman Bol aus Hamm. Mit jedem Kind erstellte er im Klassenverband an unterschiedlichen Tagen ein eigenes Porträt. Bol fotografierte dazu die einzelnen Schüler und druckte die Fotos zur Weiterbearbeitung aus. Rund 2500 Euro kostete das Projekt „Selbstporträt a la Andy Warhol“ , das aus Spendengeldern finanziert werden konnte.
Im neuen Schultrakt der Gesamtschule an der Walder Straße präsentierten die Kinder der insgesamt fünf Klassenzüge ihre fertigen Arbeiten aus den Fächern Gesellschaftslehre und Kunst. Zu den Porträts fertigte jeder Schüler einen Familienstammbaum an baute einen sogenannten Museumskoffer. Darin stellten die Schüler ihre Hobby s und Vorlieben dar.


„Ich bin Fußballfan des BVB“, erklärte Marco Posadinu seinen Koffer: „Zuerst hatte ich keine richtige Idee, ich wollte ein Fußballstadion, das war schon klar. Mama meinte, da müssten Spieler rein, und da kamen mir die Legofiguren in den Sinn. Ich malte sie an, klebte einen Ball in die Mitte und fertig.“ Sein Freund Leon Schmidt platzierte in seinen Kunstkoffer ein Kamel. Eine Erinnerung aus dem Urlaub in Ägypten schwärmte er: „Ich bin auf einem Kamel geritten, das war cool, richtig hoch sitzt man darauf.“
Die beiden Jungen fanden, dass die Aufgaben Spaß gemacht haben und meinten: „An dem Porträt haben wir einen ganzen Tag gearbeitet, das war knapp. Wir sollten ein Schwarz-Weiß-Foto auf unseren Zeichenblock durchpausen und das dann mit Neonfarben bunt nachmalen. Der Künstler hat später die Augen und den Mund in schwarz nachgezogen“, erzählen sie.
Die Direktorin und der stellvertretende Schulleiter Christian Hoffmann sind vollends zufrieden mit den Bedingungen an der neu gestarteten Gesamtschule: „Wir sind sehr, sehr gut gestartet, das Kollegium ist toll und motiviert, jedes Fach konnte abgedeckt werden. Es gibt sogar eine kleine Überbesetzung.“ Besonders erwähnenswert fand die 61-jährige Schulleiterin auch, dass die Kooperation mit dem Teampersonal der Real- und Hauptschule bestens funktioniere, es gäbe ein regelmäßiges, monatliches Treffen aller sechs Schulleitungsmitglieder und sogar eine gemeinsame Reit-AG. syja
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